
Im Rahmen des Nerzwiederansiedlungsprojektes besiedeln nicht nur tierische Neubürger das ILLgebiet, auch junge Wissenschaftler aus Deutschland und Spanien finden immer wieder vorübergehend ihre Heimat hier. Sie unterstützen das Projekt bei der Ansiedlung und Überwachung der Nerzpopulation. Derzeit bewohnen wieder vier Spanier für sechs Monate die „Projektbasis“ in Marpingen Berschweiler. Ihr Aufenthalt wird über Stipendien finanziert, die Absolventen im Anschluss an ihr Studium die Möglichkeit bieten, erste Praxiserfahrungen in ihrem Beruf zu sammeln. Im Folgenden möchten sie sich kurz vorstellen:
Yurena Arjona Fariña (25, Biologin):
„Ich komme von den Canarischen Inseln. Nachdem ich mein Studium 2009 beendet hatte, habe ich in Sevilla ein Masterstudium über Naturschutzbiologie absolviert. In diesem Gebiet möchte ich später arbeiten. Während des Masterstudiums habe ich 2 Mädchen kennen gelernt, die zuvor bereits im Nerzprojekt im Saarland für 4-5 Monate gearbeitet hatten. Ich war interessiert an der Arbeit in diesem Projekt und bewarb mich für ein Stipendium. So kam ich ins Saarland und lebe und arbeite hier mit dem Europäischen Nerz. Ich möchte hier erfahren, wie ein Ansiedlungsprojekt durchgeführt wird, Techniken der Feldarbeit und Monitoringmethoden für Wildtiere kennen lernen. Auβerdem ist es eine groβe Chance, die deutsche Sprache zu lernen und die Kultur zu erleben.“
Ana de Osma Vargas-Machuca (26, Biologin):
„Ich komme aus Jerez de la Frontera (Südwest Spanien). Ich habe mein Biologiestudium 2008 beendet und im letzten Jahr einen Master über Naturschutzbiologie absolviert. Seit Beginn meines Studiums wusste ich, dass ich später mal im Bereich Naturschutz arbeiten möchte und habe daher bereits verschiedene Praktika absolviert. Ich möchte in Zukunft mit Wildtieren arbeiten und es wäre mein Traum in einem Ansiedlungsprojekt zu arbeiten. Ich habe über das Nerzprojekt von Freunden erfahren, die hier bereits vor 2 Jahren gearbeitet haben. Jetzt wünsche ich mir, mehr über Naturschutzprogramme, Wildtiermanagement und Monitoringtechniken zu lernen, um Berufserfahrung als Biologin zu sammeln. Ich hoffe, dass mir das in dem Projekt gelingt. Auβerdem möchte ich Deutschland kennen lernen.“
Jorge Miguel Encinas Fernández (25, Biologe):
„Ich komme aus Asturien in Nord Spanien. Zurzeit arbeite ich im Nerzansiedlungsprojekt im Saarland. Ich erwarte mir von dem Projekt, mehr über die Verbreitung des Europäischen Nerzes, seinen Lebensraum und sein Verhalten zu lernen. Weiterhin möchte ich Erfahrungen mit verschiedenen Feldarbeitstechniken wie Fallenfang, Fotofallen und Radiotelemetrie und anderen zu sammeln.“
Teresa Maria Abaurrea Fernández de Arcaya (27, Biologin):
„Ich komme aus Almeria, einer Stadt im Südosten Spaniens, in der Nähe von Malaga. Letztes Jahr erzählte mir eine Freundin, dass sie gerade aus Deutschland kommt, wo sie in einem Ansiedlungsprojekt für den Europäischen Nerz gearbeitet hat. Die Arbeit im Naturschutz mit allen Untersuchungen, die notwendig sind, um eine Art wiederanzusiedeln, ist ein Grund, warum ich in Spanien Biologie studiert habe. Ich komme hier in das Projekt, um den Ablauf eines solchen Projektes kennen zu lernen, mehr über die Arbeit und die Durchführung wissenschaftlicher Untersuchungen zu erfahren und wie die Informationen genutzt und analysiert werden. Ich bin jetzt seit 2 Wochen hier und hoffe diese Dinge in den nächsten 6 Monaten zu lernen und Erfahrungen zu sammeln die mir helfen, einen Job in diesem Bereich der Biologie zu finden.“
Weitere Informationen zur aktuellen Situation der Nerze im Saarland unter www.euronerz.de.