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„Hör doch mal“

Tierstimmen auf dem Gelände der BiberBurg Berschweiler


Fotos: Michael Därnbächer

Fotos: Michael Därnbächer

Auf dem Gelände der BiberBurg in Berschweiler wurden am Montag zwei sogenannte „Tierstimmenstationen“ in Betrieb genommen. Die an zwei Standorten aufgestellten interaktiven Erlebnistafeln haben einen Wert von rund 10.000 Euro und wurden von der VSE-Stiftung dem Saarländischen Schullandheimverein zur Verfügung gestellt. Aufbau und Einrichtung der Stationen sowie die Umfeldgestaltung erfolgten über die Gemeinde Marpingen und den Zweckverband Illrenaturierung. An der Tierstimmenstation können per Knopfdruck zu einem abgebildeten Tier die dazugehörigen Rufe bzw. Laute aufgerufen werden. Begleitend hierzu wird eine Kurzinformation zu Lebensweise und Biologie der Tierart gegeben.

Das Projekt stieß bei der VSE-Stiftung, einen der Förderer des Projektes, auf positive Resonanz.

„Unsere Stiftung fördert Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendbildung. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Entwicklung und den Ausbau von naturwissenschaftlichen, musischen oder künstlerischen Fähigkeiten. Die Tierstimmentafeln sind ein modernes und innovatives Kommunikationsmedium, mit dem Kindern sicherlich ein interessanter Zugang zur heimischen Tierwelt ermöglicht wird.“ so Harry Moser, einer der Geschäftsführer der VSE-Stiftung.

 

Der Vorsitzende des Schullandheimvereines, Bürgermeister Werner Laub und Geschäftsführer Stefan Hell dankten den Verantwortlichen der Stiftung für ihr Engagement. „Wir freuen uns, dass das Gelände der BiberBurg mit diesen lehrreichen Stationen bestückt werden konnte. Sie sollen Bestandteil des sogenannten AquIllariums sein, dessen Einrichtung wir für die kommenden Jahre anstreben, so Werner Laub. Wie Laub weiter erläuterte, sehe das ökopädagogische Konzept der BiberBurg unter anderem vor, Schulklassen das Thema Wasser – Ökosystem Bach näherzubringen. Hierzu soll beispielsweise in Schauaquarien oder aber wie geschehen an Tierstimmenstationen die Tierwelt im und am Bach und dessen Umfeld vorgestellt werden. In Anlehnung an das Gewässersystem der Ill, zu dem auch das nahegelegene Bachtal an der BiberBurg zählt, habe man dieser Gesamtanlage die treffende Bezeichnung AquIllarium gegeben.

An der Station „Biberlilienteich“ kann der Besucher die Stimmen von Tieren hören, die am oder im Gewässer leben. Hier geben beispielsweise Biber, Wasserfledermaus, Grasfrosch und Erdkröte durch einen über der Tafel angebrachten Lautsprecher ihr Stelldichein. Die zweite Station „Freigelände Biberburg“ liegt am Eingang des „Grünen Klassenzimmers“, in dem sich die Gästeschulklassen vor Ort zum Freilandunterricht versammeln. Dort sind auf Knopfdruck verschiedene Vogelstimmen sowie Rufe bzw. Laute von Grille, Fuchs, Reh und weiterer Wald- und Wiesenbewohner zu erhören. Die notwendige elektrische Energie zur Wiedergabe der Stimmen wird mittels Solarzellen gewonnen, die gleichzeitig auch als Überdachung und Witterungsschutz dienen.


02. September 2010
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