

Gruppenbild mit Ministerin: Die ExkursionsteilnehmerInnen bei der Mittagsrast. In der Mitte die Saarländische Umweltministerin Dr. Simone Peter (r) und der Eppelborner Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz (l)
Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mehrheitlich Mitglieder der Orts- und Gemeinderäte der vier Zweckverbandsgemeinden Eppelborn, Illingen, Marpingen und Merchweiler, zählte der Exkursionstross des Zweckverbandes Illrenaturierung. Unter Führung von Projektleiter Ulrich Heintz erkundete man anlässlich des 20sten Gründungsjahres des Bestehens des Verbandes am vergangenen Samstag das Projektgebiet an Ill und Alsbach. Dabei konnte Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz, Eppelborn, in Vertretung des Verbandsvorstehers Bürgermeister Armin König, Illingen, auch die saarländische Umweltministerin Dr. Simone Peter (Bündnis 90/Die Grünen) sowie den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Jo Leinen (SPD) begrüßen. Letzterer konnte sich noch gut an die Anfänge des Naturschutzgroßvorhabens 'Gewässerrandstreifenprogramm Ill' erinnern. Hob er es doch als damaliger saarländischer Umweltminister mit seinem Bundeskollegen Klaus Töpfer aus der Taufe: „Es gab schon einige Startschwierigkeiten, z.B. als es um die Frage ging, wer Verbandsvorsteher wird.“ Einig war sich Leinen mit seiner Nach-Nach-Nachfolgerin Dr. Peter: „Was in den letzten 20 Jahren hier für die Natur und die Region geschaffen wurde, ist schon sehr beeindruckend.“ Peter musste zugeben, dass sie zum ersten Mal „diese herrliche Gegend“ besuchte.
Während der Rundfahrt wurden verschiedene Punkte im Projektgebiet angefahren, an denen man die Umsetzung der Ziele des 'Gewässerrandstreifenprogramms Ill' erkennen kann. Beispiel für die Ziele sind Durchgängigkeit der Bäche für wandernde Gewässerorganismen, Wiederherstellung der Eigendynamik der Bäche, Ausweitung des Hochwasserrückhalteraumes (Retentionsraum) in den Auen, Erhalt und Erhöhung der Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, Verbesserung der Gewässergüte, Artenschutz und Lebensraumvernetzung (z.B. für Amphibien). Auch die Wiederansiedlungsprojekte für den Biber und den Europäischen Nerz wurden von den Experten vor Ort vorgestellt.