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Der Zweckverban Illrenaturierung informiert: Neues vom Nerz

Ansiedlung von 22 Europäischen Nerzen an ILL und Alsbach


Einsetzen von Nerzen in das Eingewöhnungsgehege

Einsetzen von Nerzen in das Eingewöhnungsgehege

Einsetzen eines Nerzes in eine Ansiedlungshöhle

Einsetzen eines Nerzes in eine Ansiedlungshöhle

Europäischer Nerz am Alsbach im Oktober 2011

Europäischer Nerz am Alsbach im Oktober 2011

In den vergangenen Wochen wurden wieder Europäische Nerze entlang von ILL und Alsbach angesiedelt. Alle 22 Tiere (12 Rüden und 10 Fähen), stammen aus der Zucht von Euronerz e.V. (Osnabrück) und wurden dieses Frühjahr in den Gehegen von Tierparks in Nord- und Ostdeutschland geboren.

Vor der Ansiedlung wurden alle Nerze zum Beutefangtraining in Eingewöhnungsgehegen gehalten. Anschließend wurden sie in eigens zur Ansiedlung gebauten Uferhöhlen entlang der Gewässer in die Freiheit entlassen. Die angesiedelten Nerze tragen zwar keine Sender, können also nicht mit Antennen geortet werden, jedoch haben alle Mikrochips, sodass bei einem Fang in unseren Lebendfallen die Identität des Tieres bestimmt werden kann und somit Rückschlüsse auf das Ausbreitungsverhalten möglich sind.

Es ist davon auszugehen, dass die Nerze nicht an ihren Ansiedlungsorten bleiben, sondern sich entlang der Gewässersysteme ausbreiten und dabei auch weite Strecken zurücklegen (In den letzten Jahren wurden Strecken von bis zu 10km in einer Nacht mittels Telemetrie-Ortung festgestellt).

Leider haben es die Nerze nicht leicht, ihren Lebensraum wieder zurückzuerobern. Als relativ kleines Raubtier fällt er selbst den größeren Konkurrenten, insbesondere dem Fuchs, zum Opfer. Auf diese Art kam bereits eine Nerzfähe zwei Wochen nach der Ansiedlung zu Tode. Auch der Straßenverkehr stellt immer wieder eine Gefahr für die Nerze dar. Um weitere Erkenntnisse über die Ausbreitung, Lebensweise und mögliche Gefährdungen der angesiedelten Europäischen Nerze zu erhalten sind wir für jegliche Hinweise, ob Sichtbeobachtung oder auch Todfunde sehr dankbar!

Informationen über den Europäischen Nerz sowie Neuigkeiten aus dem Wiederansiedlungsprojekt erhalten sie auf der Homepage des Vereins EuroNerz e.V.: www.euronerz.de


22. November 2011
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