
Viel Neues beim Umwelt- und Friedenstag in der Homburger Innenstadt
Rotstifte und weniger gefüllte Kassen umgeben uns immer mehr. Den 23. Umwelt- und Friedenstag trotzdem attraktiv zu gestalten, daran ist den Veranstaltern - BI Umwelt und Frieden, Saarpfalz-Kreis und Stadt Homburg – gleichwohl gelegen. Synergien sollen deswegen genutzt werden – etwa durch die Verlegung auf einen Wochentag und durch den neuen Veranstaltungsort rund um den Marktplatz, den Ilmenauer- und Christian-Weber-Platz in der Innenstadt. Dank der Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, der Kreissparkasse Saarpfalz, den Stadtwerken Homburg, dem saarVV und der DB sowie einem gestrafften Konzept lädt der UFT wie gewohnt ein zu Information, Beratung, Austausch und Unterhaltung ein.
Das Marktgeschehen dreht sich um Erzeugnisse aus dem Biosphärenreservat Bliesgau und der umgebenden Region, fairem Handel, nachhaltiger Produktion oder mit Bioqualität. Eine-Welt-Gruppen, Menschenrechts- und Friedensinitiativen, Netzwerke weisen auf ihre Anliegen zur Förderung von Bildung, Gesundheit und Infrastruktur für Menschen u. a. in Afghanistan, Brasilien, Indien, Indonesien, dem Iran, Nepal und den Philippinen hin. Gesund bleiben und werden durch gesunde Ernährung und Gesundheitspflege ergänzen das Angebot an Informationen des Tages. Was können wir unserem Klima Gutes tun? Fragen zu klimafreundlicher Ernährung, Einkauf und Mobilität werden beantwortet. Klimafreundlich mobil unterwegs sein kann man am UFT mit Erdgas- und Elektroautos, E-Velos, Liege-/Rädern und Rikschas. Eine vom ADFC und dem Klimaprojekt der Verbraucherzentrale (VZ) organisierte Radtour startet in Saarbrücken in die saarpfälzische Kreisstadt. Eine Zusteigemöglichkeit zu den Drahteseln gibt es in St. Ingbert. Die Tour endet beim "Klimacafé" am Marktplatz. Ein Jugend-Fahrradturnier, organisiert von den Homburger Michelin Reifenwerken mit dem ADAC Saarland, hält ein Übungsprogramm zur Verkehrssicherheit auf der gesperrten Talstraße bereit. Strampeln fürs Klima: Ein von der Deutschen Bahn gesponserter Rikscha-Service bringt die Besucher, die mit Bahn&Bus anreisen, kostenlos vom Hauptbahnhof in die Stadtmitte. Günstige Tarifangebote animieren zu einer Anreise mit Bahn&Bus.
Mobilität einmal ganz anders zeigt eine Trialradsportgruppe in der Jugendzone. Sie gesellt sich zu den Jugendorganisationen rund um die Jugendkulturbühne, die mit Musikstücken von jungen Leuten für junge Leute aufwartet: HipHop, Rap, Breakdance und Rock sind angesagt. Ergänzendes, nonverbales „Ausdrucksmittel“ auf gebrauchten Kartonagen sind Graffitis, besprüht in einem Workshop unter fachlicher Leitung. Obgleich Spraydosen unter freiem Himmel an einem solchen Tag sicher umstritten sind, ist hier durch den Herstellerbezug ein Kompromiss eingegangen worden.
In der Kinderzone auf dem Christian-Weber-Platz erwarten Streichelschafe nicht nur die Kleinen. Eine Eselkutsche ist mit einem Bänkelsänger unterwegs. An eine Ruheoase mit Wickelmöglichkeit für die Kleinsten ist gedacht. Der beliebte Strohspielplatz und der Sandkasten gruppieren sich um das bunte Zirkuszelt. Dort lädt der „Zirkusdirektor“ der Gesamtschule Bexbach zu atemberaubenden Jonglagen und Akrobatik ein. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd gibt es im Zirkuszelt, wenn das Kasperle-Theater „Kasperle und der Räuber im Bioladen“ aufspielt. Märchen, mal modern von Rafik Schami und mal traditionell, bergen Weisheiten und schaffen eine spannende Atmosphäre in dem Rundzelt. Trommeln begrüßen und beschließen den Tag auf diesem Platz.
Ohrenschmaus bieten Jazz- und Folkmusiker sowie Liedermacher in der musikalischen Klangküche auf dem Marktplatz. Zu erwähnen ist ein „Überraschungspaket“: Ein irisches Kinderlied und ein„Lied für die Erde“, eingeübt von einer Folkgruppe aus Würzburg mit Kindern der Waldorfschule Bexbach geben der Bühne etwas Besonderes. Jedoch pssst - überraschen lassen!
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