Bildungsnetzwerk St. Wendeler Land

„Die Kinder sollen einen emotionalen Bezug zu ihrer Heimat bekommen“, sagte Landrat Udo Recktenwald und fügt hinzu: „Je globaler die Welt ist, desto wichtiger wird der regionale Bezug. Wir erleben die Renaissance des Lokalen.“

Die KuLanI verfolgt das Ziel, der Jugend den realen Umgang mit den lokalen Ressourcen im ländlichen Raum näherzubringen. Angesprochen werden vor allem Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren.

Mit dem regionalen Entwicklungskonzept der KuLanI wird in der Trägerschaft des Landkreises ein BildungsNetzwerk aufgebaut. Aufgabe des BildungsNetzwerkes ist, auf Gemeindeebene die Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen mit außerschulischen Lernorten  aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, dem Handwerk und Kultureinrichtungen zu „kommunalen Bildungslandschaften“ zusammenzuführen. 

Das Schullandheim BiberBurg Berschweiler spielt als außerschulischer Lernort mit dem Themenschwerpunkt „gesunde Ernährung mit regionalen Produkten“ in diesem BildungsNetzwerk eine herausragende Rolle. 

Handlungsfeld BewusstseinsBildung

Um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen, ist der zielgruppenorientierten BewusstseinsBildung über die Bildungseinrichtungen („Jugend“: Kindergärten, Schulen; „Frauen“: Landfrauenbildungseinrichtungen; „Erwachsene“: Volkshochschulen) eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. 

Über BewußtseinsBildung engagierte und qualifizierte Akteure gewinnen

Die Umsetzung des LEADER +-Programms in der vergangenen Förderperiode hat gezeigt, daß die lokalen Eigenpotenziale „natürliche Ressourcen“ und „kulturelles Erbe“ nur dann erfolgreich für die regionale Entwicklung genutzt werden können, wenn es engagierte und qualifizierte Akteure vor Ort gibt. Auf Grund des abnehmenden Interesses bei der örtlichen Bevölkerung für die „lokalen Ressourcen“ – wesentlich bestimmt durch die zunehmende Orientierung an globale Leitbilder – gibt es immer weniger Akteure, die sich für die Eigenpotenziale interessieren. Besonders problematisch stellt sich dieses vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dar.

Über BewußtseinsBildung dezentrale, kleinräumige Nutzungsansätze fördern

Gleichzeitig ist festzustellen, dass mit Blick auf die zukünftige Ressourcennutzung die lokal-regionalen Ressourcen zwangsläufig wieder eine größere Rolle spielen müssen. Modernste Technik ermöglicht wieder den Einstieg („Rückstieg“) in die dezentrale, kleinräumige Nutzung z. B. der lokalen Energiequellen. Damit eröffnen sich für den ländlichen Raum als besiedeltem Kulturraum neue Perspektiven für die Zukunft. Die mit diesen neuen Perspektiven verbundenen Chancen können aber nur mit Unterstützung einer örtlichen Bevölkerung genutzt werden, die diese Zusammenhänge kennt und mit großem Engagement und dem erforderlichen Wissen Aktivitäten entwickelt. Mit dem Förderprogramm LEADER + wurden mit der Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzeptes „Lokalwarenmarkt St. Wendeler Land“ erfolgreich die Grundstrukturen eines „lokalen Warenmarktes“ aufgebaut sowie mit dem Kulturprogramm „St. Wendeler Land steinreich“ das kulturelle Erbe in Wert gesetzt. Dieser erfolgreich begonnene Prozess ist mit einer konzentrierten Bildungsarbeit zu unterstützen.

Aufbau des lokalen „Bildungs-Netzwerkes“

Einrichtung einer Koordinierungsstelle zum Aufbau des lokalen Bildungs-Netzwerkes St. Wendeler Land Das Leitprojekt hat die Aufgabe, ein Bildungs-Netzwerk aller Bildungseinrichtungen und –träger zu bilden mit dem Ziel, die Aktivitäten in den beiden Programmbereichen „Lokalwarenmarkt“ und „St. Wendeler Land steinreich“ in die Bildungsarbeit einzubeziehen. Damit soll ein stärkerer Bezug der Jugend zu den heimischen Natur- und Kulturressourcen hergestellt werden. Angestrebt wird eine neue Form des „Heimatkundeunterrichtes“. 

Entwicklung eines Schwerpunktes „Gesunde Ernährung mit lokalen Produkten“ im Schullandheim Berschweiler („BiberBurg Berschweiler“) Ein besonderer Schwerpunkt wird im Schullandheim der BiberBurg Berschweiler mit dem Thema „gesunde Ernährung mit lokalen Produkten“ entwickelt.

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