Morgengrauen im Elfenwald

Erstaunlich, das Saarland ist zu 30% grün und mit Wald bestanden! Ist dieser Wald gleich Wildnis? Worin liegt der große Unterschied?

Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Er existiert bei uns seit ca. 10.000 Jahren und noch vor 2.000 Jahren fürchteten sich die Römer vor den Germanischen (Ur)Wäldern. Gleichzeitig lieferte der Wald ihnen das Bauholz für ihre gefürchtete Rheinflotte.

Der Wald liefert Bauholz, Brennholz, Sauerstoff, schützt vor Erosion und Wind, hält das Wasser länger im Boden und bietet vielen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum.

Und doch ist er auch ein Ort der Furcht, der Gefahr. Wie viele trauen sich nicht alleine oder nachts in den unheimlichen Wald mit seinen unbekannten, bedrohlichen Geräuschen?

Der Wald wird heute bei uns nachhaltig bewirtschaftet und daneben gibt es einen „Urwald vor den Toren der Stadt“, der sich ungestört zu einer neuen Wildnis entwickeln soll. 

Dies alles soll in der Wald/Wildniswoche vermittelt werden.

Ablauf einer Muster-Wald/Wildniswoche

MontagEvtl. Einwandern in die ‚BiberBurg’ mit Gepäck-Transfer. Kennenlernprogramm „NaTour“ am Nachmittag. Ohne Begleitung durch den Ökopädagogen werden in Kleingruppen Aufgaben rund um die ‚BiberBurg’ gelöst und so das Gelände spielerisch erkundet. Hierbei werden speziell die Sozial- und Selbstkompetenz vermittelt.
DienstagStationsarbeit: Nach einer kurzen Einführung sind an verschiedenen Stationen Aufgaben rund um das Thema zulösen: Blätter, Früchte und Zweige zuordnen oder Verbreitungstechniken verschiedener Samen erlernen. Himmelsrichtungen erkennen, wo steht wann die Sonne. Bauernwald und Monokultur, Tierspuren, wie alt ist dieser Baum, u. v. m.
MittwochJe nach Alter der TeilnehmerInnen steht eine Exkursion auf dem Programm oder Fährtensuchen bei einer wilden Waldtour, mit Seilen durch Schluchten und über Bäume den Tieren des Waldes auf der Spur.Pflanzenaufnahme und Stockwerksaufbau in einem Waldabschnitt ist eine weitere Möglichkeit, die das Thema bietet.
Donnertag Kreativwerkstatt: Zuhause werden die TeilnehmerInnen durch die gestalteten Dinge noch lange an die Wald / Wildnis Woche erinnert werden, z.B. durch den geschnitzten Wanderstab oder die Waldpfeife; durch eine Sonnenuhr oder den Zeitmesser „Großer Wagen“; durch die künstlerische Gestaltung von Naturmaterialien, Baumrindenfrottagen oder einen Korb aus Weidenruten, u.v.m.
FreitagHeute heißt es Abschied nehmen. Nach dem Aufräumen und Packen, geht´s zumeist mit dem Bus zurück nach Hause.

Ansprechpartner Projektwochen

Rasmund Denné
Barbara Graf
Telefon: (068 27) 305 05 02
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