
Wege in die Zukunft gehen, dabei ab und an einen Blick zurück werfen und sich immer wieder weiter entwickeln. Das macht die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft der Schullandheimträger im Saarland (ARGE) aus und diese Arbeit ist der Garant für die erfolgreichen pädagogischen Konzepte der Schullandheime. Mittlerweile blickt die aktive Gruppe auf 38 Jahre intensive Zusammenarbeit zurück.
Emil Wagner, Gründungsrektor der (damaligen) Mittelschule in Neunkirchen, gilt als Nestor der Schullandheimbewegung im Saarland. In seinem Wohnort Berschweiler wird 1961 das erste saarländische Schullandheim (SLH) in privater Trägerschaft des SLH-Vereins der Mittelschule Neunkirchen e.V. eröffnet. Es ist die heutige BiberBurg Berschweiler, das frühere Emil-Wagner-Haus.
1973 gründete Emil Wagner die ARGE, deren Vorsitzender er bis 1982 war. Durch dieses Gremium wurde die Schullandheimarbeit auf Landesebene koordiniert und intensiv vorangetrieben.
Gespräche mit den Kultusministern, Veröffentlichung von Unterrichtsbeispielen und Projekten, die in den Heimen durchgeführt wurden, Handreichungen, Lehrerfortbildungsveranstaltungen und gezielte Veröffentlichungen in Verbandszeit-schriften, Fachzeitschriften und Tageszeitungen verwurzelten den Schullandheimgedanken immer tiefer im Bewusstsein der Schulen und der Bildungsträger im Saarland.
Nach seinem Rücktritt vom Vorsitz der ARGE wurde Emil Wagner zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolger setzten die erfolgreiche Arbeit fort. Willi Rein von 1982 bis 1992, Max Rosar von 1992 bis 2007 und Werner Hillen von 2007 bis heute. Auch im Bildungsministerien waren bzw. sind bis heute die Referatsleiter für die (erweiterten) Realschulen für die Schullandheim-Pädagogik zuständig: Helmut Jager, Jürgen Cornely und heute Heinz Schuler.
So ergab sich als spezifisches Merkmal der ARGE-Arbeit im Saarland von Anfang an eine enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. Der im Bildungsministerium zuständige Aufsichtsbeamte nimmt bis heute an allen Sitzungen teil.
Die Aufgabenstellungen und Arbeitsbereiche der ARGE haben sich heute – ähnlich wie die Schulen und ihre Bildungsinhalte – verändert. Sie verfolgen jedoch immer das gleiche Ziel: Mit interessanten pädagogischen Konzepten den SLH-Aufenthalt für die Jugendlichen zum Erlebnis werden zu lassen und ihnen lebenswichtige Kompetenzen zu vermitteln.
„Gemeinsam an einem Strang ziehen“ ist das Erfolgsrezept der ARGE, von der die vier Schullandheime im Saarland gleichermaßen profitieren.
Kontakt: Werner Hillen, E-Mail