
In über 15 Jahren engagierter Arbeit ist es gelungen, die Täler der Ill und ihrer Nebenbäche von einem „Sanierungsfall zum Vorzeigeschutzgebiet” umzugestalten. Mit einem erheblichen finanziellen Aufwand von Bund, Ländern und Gemeinden wurde ein Naturschutzgroßvorhaben von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung erfolgreich umgesetzt. Dem Aspekt der Nachhaltigkeit kam dabei zentrale Bedeutung zu. Mit der Wiederansiedlung des Bibers ist es gelungen, die Natur selbst zum Baumeister und zum dauerhaften Garanten der Renaturierung zu machen. Die bundesweit vorbildlichen Ergebnisse der Illrenaturierung sollen nun ganz gezielt für die Umweltbildung der heranwachsenden Generationen genutzt werden.
Zu diesem Zweck wird ein bestehendes Schullandheim im Marpinger Ortsteil Berschweiler mit finanzieller Hilfe der Gemeinschaftsinitiative LEADER+, unterstützt durch das Ministerium für Umwelt und die Europäische Union, zu einem „Naturerlebnis-Zentrum” umgestaltet. Die Arbeitsschwerpunkte der Bildungsarbeit liegen aufgrund der besonderen Potenziale der Region auf den Themen Natur-, Artenschutz und Biodiversität, Wasser und Hochwasser, Regenerative Energien und gesunde Ernährung. Das Gebäude der BiberBurg ist ein klassisches Schullandheim aus den 60-er Jahren, mit 70 Betten, einer guten Raumausstattung und einer günstig-ruhigen Lage etwas außerhalb von Berschweiler. Die Einrichtung ist schlicht, aber für Kinder gut geeignet.
Die BiberBurg Berschweiler versteht sich als engagierte und kindgerechte Umweltbildungseinrichtung, die bewusst auch Schulen außerhalb des Saarlandes zugute kommen soll. So verweist das Thema „Hochwasser” auf eine ganz wichtige Bildungsaufgabe, die dort liegt, wo zukünftig aus Berschweiler kein Hochwasser mehr hin fließen wird. Berschweiler wird zu einem sinnvoll verknüpften außerschulischen Lernort zum Beispiel auch für Schulen an Mosel und Rhein (Trier, Koblenz und Köln-Bonner-Raum) werden.
Dieser Projektansatz ist innovativ und modellhaft und wurde von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.